Profile


Dagmar Koutsoumbidis, Athen (mit Polly)

E-mail: koutsoumbidis@deutsch-griechischer-tierschutzverein.de

Straßentieren zu helfen, ist ein „Hobby“, das ich mir nicht ausgesucht habe. Es hat sich ergeben wie eine mathematische Gleichung: ich habe Tiere gern + ich lebe in Griechenland.

Geboren 1974 in Duisburg in NRW, bin ich 2006 nach Athen umgezogen, um dort mit meinem Mann Iosif zu leben, der seither einen Crashkurs nach dem anderen in Sachen Tierrettung absolvieren musste und zu meinem größten Unterstützer wurde.


Tiere waren mir immer wichtig, in ihrer Gegenwart fühle ich mich von jeher in bester Gesellschaft. Was mich in Athen und Griechenland erwarten sollte, war mir wohl zum Zeitpunkt meines Umzugs nicht klar, sonst hätte ich die Koffer nicht gepackt. Angefangen hat “es” mit Josefine, einer weißen Katzen, der die Sonne die Ohren und Nase schwer verbrannt hatte. Dann kam Lotta, eine verstörte Hündin, die mir vors Auto gelaufen ist. Es folgten unzählige Katzen und Kitten, mit den unterschiedlichsten Krankheiten und unglaublichsten Verletzungen. Unvergessen sind auch Elisa und ihre 5 Hundebabies oder Rüde Jimmy, der geschunden, dem Tod näher als dem Leben auf einem Feldweg lag.

Nachts wachte ich auf, als Welpenmädchen Farah vor unserer Haustür winselte, Hund Oscar fand ich verloren und durcheinander auf einer Hauptstraße in Athen. Die wundervolle Hundemutter Dimi mit ihren 9 (!) hilflosen, an Parvovirose erkrankten Welpen brachten mich an den Rand meiner Kraft, die Welpen Noumi und Lilly, die so sehr gekämpft haben und dann doch qualvoll an Staupe gestorben sind, brachen mir das Herz... so ging und geht es ohne Atempause weiter, die finanzielle, zeitliche und emotionale Belastung ist groß, und die Probleme kommen aus allen Richtungen – aber trotzdem: aufgeben gilt nicht!



Myra Antoniou, Athen (mit Melita und Jorgos)

I was born in Corfu in 1953, a time of horse drawn, carriages, and where very few cars existed a true paradise, where animals of all sorts played a huge part in my life. In the early 60s we moved to South Africa. We lived in Pretoria, again a very laid back town, with open spaces, where again animals were very much part of my life. My parents taught me to respect and love animals.

I moved to Greece with my husband and child in the year 2000, we were shocked and grieved to see, suffering animals, dogs and cats, to roam starving and ill in the streets of Athens, a city which was prosperous, and yet no one seemed to care, or in fact notice them, People were afraid of them, and in fact saw them as a threat to their health.

I became very unhappy, and my life a huge problem, as to the one dog or cat I rescued, another 10 took its place, my home was filled with cats and dogs, without any hope of me every finding homes for them here in Greece. Deliverance came when I met some rescuers from other countries about 10years ago, and I was able to rehome some of them to loving homes in countries like Germany, Denmark, and England

I am and have been dedicated to the suffering animals on the island of Sálamina, a trully God forsaken place, just off the port of Piraeus, where no tourist ever goes.

The suffering of the animals there is multiple, the people are poor, and mostly of very low standing, dogs and cats are often treated like vermin, but with the hard work of rescuers, we manage to do a lot.

Many of these animals in the past years have found themselves in homes, with the help of Deutsch-Griechischer Tierschutzverein e.V. And have homed only a few of them in Greece, otherwise we try to sterilize as many as we can and leave them back in the open, where they try to survive

There are many hurt dogs on the island of Sálamina and most of the time there is not enough money to treat them. My private budget is always on the limit, helping them would be easier with some financial help, it is not lack of hard work, that leaves many without help, but lack of funds, which ties my hands. Even the large food companies do not donate the unwanted expired food, and throw tons of food away, rather then donating it to feed the hungry animals.


Deutsche Übersetzung Myra Antoniou, Athen (.pdf)


Kathina Maniatis

E-mail: maniatis@deutsch-griechischer-tierschutzverein.de

Als Tochter eines griechischen Vaters und einer deutschen Mutter, aufgewachsen in den 70er Jahren in Deutschland, lernte ich stets wegzusehen, wenn es um das Leid streunender Tiere ging. 


In Griechenland waren es eben “nur“ Tiere, die dort hungerten und erkrankten (zu einer Zeit, in der es auch den griechischen Menschen nicht besonders gut erging), aber auch in Deutschland wurden Streuner zwar bemitleidet, ansonsten aber lieber nicht so sehr beachtet. Ich lernte, dass es hoffnungslos sei, Mühe zu investieren ( ..“Wo willst Du denn da anfangen..“) oder gar eine Hilfsorganisation zu unterstützen (“…Die stecken sich das Geld doch alle nur in die eigene Tasche…“), bis wir vor ein paar Jahren den eigenen ersten Hund aus dem Tierschutz holten.

Karla war als Welpe ein so verängstigtes Tier ohne Freude, dass wir es nur mit viel Mühe und vor allem der Liebe und dem Vertrauen, die dieser Hund uns entgegenbrachte, schafften, sie zutraulich, freundlich, verspielt und auch eigensinnig werden zu lassen.

Diese Hingabe hat mich tief beeindruckt und geprägt, so dass es nicht lange dauerte, bis uns in Griechenland auf der Insel Poros der zweite Hund  über den Weg  lief. Nieszie konnten wir nur mit der Unterstützung des dortigen Tierschutzes nach Hause holen. Es dauerte dann nicht lange, da begegneten wir  unserer jetzigen Katze Samou, welche wir mit der enorm aufopfernden Hilfe von Dagmar und Katerina des “Deutsch- Griechischen Tierschutzvereins“ zu uns nehmen konnten. Auch meinen zweiten Lehrsatz musste ich spätestens zu diesem Zeitpunkt überdenken. Da unsere räumlichen und finanziellen Mittel begrenzt sind, reifte der Gedanke, aktiver im Tierschutz zu handeln, schnell, und der Weg war ja durch Dagmar auch schon geebnet. So habe ich nun angefangen, Mühe zu investieren und kann voll und ganz hinter einem Verein stehen.



Ronald Schulze, Köln

Kassenprüfer. Förderer seit Beginn der 1990iger Jahre, Berater

Herr Schulze, *1957 ist Vater von drei erwachsenen Töchtern und einem Sohn.

Neben seiner inhabergeführten, unternehmerischen Tätigkeit bei engagement-mensch.de ist er seit vielen Jahren ehrenamtlich aktiv – u.a. auch bei der kommunalen Nachbarschaftshilfe „Kölsch Hätz“ in der Trägerschaft des „Caritasverband für die Stadt Köln e.V.“

Erst 2006 – während eines Kurzaufenthaltes beim DGTV e.V. in Griechenland hat er seine jahrelange Angst vor Hunden verloren. Herr Schulze stellt (für den DGTV e.V. kostenlos) Korrespondenzempfehlungen zur Verfügung und hilft, wo es nötig wird.



Andrea Winterscheidt-Wibisono, Bergisch Gladbach (mit Lady)

Seit 1994 Vorstandvorsitzende im Deutsch-Griechischen Tierschutzverein e.V.

E-mail: vorstand@deutsch-griechischer-tierschutzverein.de

1957 in Köln geboren und aufgewachsen wurde meine Tierliebe durch meine Mutter besonders gefördert. 1988 wanderte ich nach Griechenland aus. 

Kurz darauf wurde Useppe zu meinem Begleiter – meine erste große griechische Liebe, mein erster griechischer Hund. Er blieb 16 Jahre lang bei mir. Sein Foto schmückt heute das Vereinslogo. Ich lebte fünf Jahre auf Kreta, ein Jahr in Andalusien, zwei Jahre in Israel, drei Jahre auf Kos, sechs Monate auf den Malediven, ein Jahr in Athen und viele Jahre in Lagonissi, 40 km vom Athener Zentrum entfernt.

Als tierliebender Mensch kann ich die Augen nicht verschließen und erlitt das erste Trauma, nachdem ich von einer einheimischen griechischen Bekannten (wir wurden sehr enge Freundinnen) eine gebärende streunende Hündin quasi vor die Tür gesetzt bekam. Die Hündin warf in meiner Dienstwohnung elf Welpen, die alle erkrankten (Parvovirose / Typhus). Die Hündin, wie 10 ihrer Nachkommen starben qualvoll; nur ein einziger Welpe überlebte. Das war der schreckliche Beginn eines engagierten Tierschützerlebens. Zunächst half ich hier und dort – in kleinen Schritten. Das Elend auf Kreta war groß.

1994 rettete ich zum ersten Mal griechische Hunde nach Deutschland. Mit einem kleinen gemieteten PKW fuhr ich völlig auf mich alleine gestellt mit 15 Hunden mit der Fähre bis Italien und dann weiter bis Kürten bei Köln. Die Sitze waren herausgebaut und zwei Muttertiere mit ihren z.T. noch säugenden Welpen fanden Platz genug. Eine unvergessliche Reise, die ich noch etliche Male wiederholte.

1994 rettete ich zum ersten Mal griechische Hunde nach Deutschland. Mit einem kleinen gemieteten PKW fuhr ich völlig auf mich alleine gestellt mit 15 Hunden mit der Fähre bis Italien und dann weiter bis Kürten bei Köln. Die Sitze waren herausgebaut und zwei Muttertiere mit ihren z.T. noch säugenden Welpen fanden Platz genug. Eine unvergessliche Reise, die ich noch etliche Male wiederholte.

In unserer Athener Wohnung war Tierschutz nur begrenzt möglich. Nachdem wir in ein Haus im Athener Umland umzogen, ging es dann richtig los. Oft pflegte ich während der letzten zwölf Griechenland-Jahre über 20 Hunde und versorgte viele wild lebende Katzen. Es war ein Kommen und Gehen. Es waren Hunderte an der Zahl in all den Jahren. Es war ein schwieriges und oft trauriges Leben als Tierschützerin in Griechenland – manchmal nicht auszuhalten.

Aus gesundheitlichen Gründen musste ich Ende 2012 meine Arbeit als Reiseleiterin aufgeben und nach Deutschland zurückkehren. Das Haus, in dem ich so viele Tiere beherbergt hatte, ist weiter tierisch bevölkert – mit vielen Hunden, die nun von meiner Freundin umsorgt werden.